The place to be!

„The place to be!“ lautet das Motto der „Nacht der Bibliotheken" 2017, schließlich schätzen viele Bürger die Bibliothek als ihren Lieblingsort zum Treffen, Träumen, Lernen. Am 10. März 2017 werden gut 200 NRW-Bibliotheken mit anregendem Programm zehntausende Besucher anlocken. [mehr]

SchreibLand NRW

Mit dem Projekt „SchreibLand NRW“ unterstützen vbnw und Literaturbüro NRW Kinder und Jugendliche dabei, das Handwerk des Schreibens zu erlernen. [mehr]

Online-Ausleihe

Online ausleihen liegt im Trend: In den NRW-Bibliotheken können Mitglieder sich übers Internet rund um die Uhr Bücher, Hörbücher und E-Paper ausleihen. [mehr]

Bibliotheken bewegen!

Öffentlichen Bibliotheken sind Lieblingsorte: Hier kann man sich wohlfühlen, Spaß haben, spielen, Freunde treffen und Medien aller Art nutzen. [Film zum Download]

Die NRW-Bibliotheken

Bibliotheken sind die am stärksten genutzten Kultur- und Bildungseinrichtungen im Land. Die Bibliothekslandschaft mit ihren Öffentlichen, Wissenschaftlichen, Kirchlichen und Spezialbibliotheken beweist Vielfalt. [mehr]

Stellungnahme zur Entscheidung gegen weitere Förderung von ZB MED

Der Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen hat die am 17. März 2016 veröffentlichte Empfehlung des Senats der Leibniz-Gemeinschaft zur Beendigung der Bund-Länder-Förderung der Zentralbibliothek der Medizin mit Erstaunen und Unverständnis zur Kenntnis genommen.

Diese Empfehlung ist gerade zu einem Zeitpunkt überraschend, zu dem mit der bevorstehenden kooperativen Erstbesetzung von zukunftsgerichteten Professuren eine nachhaltige und strategisch relevante Neuorientierung der ZB MED kurz bevorstand. Es handelt sich um eine Professur W3 "Direktion ZB MED Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften und Universitätsprofessur für Informationserschließung, -aufbereitung und -versorgung in den Lebenswissenschaften" mit der Universität zu Köln sowie um eine Professur W2 „Praktische Informatik/Semantisches Information Retrieval in den Lebenswissenschaften“ mit der Universität Bonn. Gerade diese Neuausrichtung sollte künftig die erforderliche Stärkung der anwendungsorientierten Forschung gewährleisten und die informationswissenschaftliche Kompetenz insgesamt noch einmal deutlich erhöhen.

Die ZB MED selbst hat es in ihrer Stellungnahme zum Bewertungsbericht der Evaluierungsgruppe am 25.11.2015 wie folgt formuliert:

„Die Integration der beiden Professuren wird zu einer stetigen Weiterentwicklung der Dienstleistungen führen, die ZB MED den Forschenden in den Lebenswissenschaften zur Verfügung stellt. Besonders hervorzuheben sind hier die beiden als sehr gut bewerteten Highlight-Produkte. So ging der interdisziplinäre Discovery-Service LIVIVO bereits am 10.11.2015 in den Dauerbetrieb; er ersetzt die Portale MEDPILOT und GREENPILOT und bietet mit seinen 55 Millionen Datensätzen, neben dem Mehrwert für die Forschenden in den Lebenswissenschaften, auch eine einzigartige Grundlage für informationswissenschaftliche Forschung, die in ihrem Umfang und der Fächerkombination nur bei ZB MED möglich ist. Bis zum Frühjahr 2016 liegt das Ergebnis der geforderten wissenschaftlichen Analyse zum Mehrwert von LIVIVO gegenüber vergleichbaren Angeboten hinsichtlich Umfang und Qualität des Contents, Suchkomfort, Treffermengen und Zugang zu Volltexten vor. Mit dem Open-Access-Publikationsportal PUBLISSO, das während der Open-Access-Week am 21.10.2015 freigeschaltet wurde, erfahren die Forschenden zudem sichtbare Unterstützung für ihre Publikationen. Gleichzeitig wird damit die digital vernetzte Wissensbasis von ZB MED stetig erweitert, auch als Grundlage künftiger Forschungsarbeiten.“

Demnach ist die Neuausrichtung der ZB MED auf einem guten Weg. Gerade jetzt stehen Personalentscheidungen an und informationstechnische Plattformen sowie Instrumente zur Verfügung, die den Vorwurf entkräften, es sei in den vergangenen Jahren trotz einiger Teilerfolge nicht in dem notwendigen Maß gelungen, sich auf die erheblichen Veränderungen im Fachinformationswesen einzustellen. In diesem Sinne äußert sich aber der Senat der Leibniz-Gemeinschaft, der in seiner aktuellen Stellungnahme unter anderem ein nach seiner Auffassung fehlendes „überzeugendes kohärentes Gesamtkonzept für die Neupositionierung der ZB MED“ bemängelt. Doch gerade ein solches entwickelte sich in jüngster Vergangenheit mit den genannten Maßnahmen.   

Die Nachricht zur Abwicklung der ZB MED bzw. zur Beendigung der Bund-Länder-Förderung fällt unverständlicherweise gerade in einer Phase der Neuorientierung und kommt somit für alle 119 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter völlig überraschend, da deren berufliche Situation ab dem Jahr 2017 ungewiss ist. Aufgrund des nach wie vor hervorragenden Bestandes wird sich mit der Abwicklung der ZB MED auch die Informationsversorgung der lebenswissenschaftlichen Fächer drastisch verschlechtern. Wie sich dies dann in der Folge auf Wissenschaft, Forschung und Krankenversorgung auswirken wird, ist derzeit nicht abzuschätzen.

Der Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen appelliert deshalb an die Entscheidungsträger in Politik und Landesverwaltung, die ZB MED real und perspektivisch zu unterstützen und die geeigneten Maßnahmen im Sinne des Modernisierungskonzeptes für einen Fortbestand dieser wichtigen Bibliothek zu treffen. 

Unterstützen Sie die ZB MED und unterzeichnen Sie hier die Petition gegen die Schließung der ZB MED.

» Download Stellungnahme des vbnw als PDF

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
vbnw
dbv Deutscher Bibliotheksverband