„Better together“ – vbnw setzt Impulse für Schulbibliotheken auf der didacta

Auf der diesjährigen didacta in Köln präsentierte der Verband der Bibliotheken des Landes NRW (vbnw) erfolgreiche Konzepte zur Stärkung von Schulbibliotheken. Unter dem Titel „Better together – Schulbibliotheken gründen und in der kommunalen Bildungslandschaft fest verankern“ gab Referentin Julia Borner (Teamleitung Schulmediotheken Stadtbibliothek Gütersloh / Vorsitzende AG Schulbibliotheken im vbnw) praxisnahe Einblicke in die Verknüpfung von Schule und öffentlicher Bibliothek.

Der Workshop beleuchtete die zentrale Rolle der Schulbibliothek als Ort der Leseförderung, Medienpädagogik und als kulturelles Zentrum innerhalb der Schule. Angesichts sinkender Lesekompetenzen bei Grundschülern – laut IGLU 2023 erreichen 25,5 % der Viertklässler nicht die erforderliche Mindeststufe – ist der Handlungsbedarf dringender denn je. Internationale Vergleiche zeigen zudem, dass Deutschland mit einer Schulbibliotheks-Quote von nur 5 % weit hinter Ländern wie Slowenien (79 %) oder Norwegen (72 %) zurückliegt.

Politischer Rückenwind für NRW gefordert
Das Ziel des vbnw ist klar: Schulbibliotheken müssen in NRW sichtbarer und strukturell besser verankert werden. Um die Qualität dauerhaft zu sichern, fordert der Verband die Einrichtung einer landesweiten Fachberaterstelle beim Land. Diese soll als zentrale Anlaufstelle fungieren, die Schulen berät und insbesondere den zahlreichen ehrenamtlich Tätigen in den Bibliotheken professionelle Weiterbildungsmöglichkeiten bietet.

Der rege Austausch während der Messe hat gezeigt, dass die Verzahnung von Bildung und Bibliothek als „A und O“ für den Bildungserfolg wahrgenommen wird. Der vbnw wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass Schulbibliotheken nicht nur als „schmückendes Beiwerk“, sondern als unersetzlicher Teil des pädagogischen Konzepts verstanden werden.